Wir sind für Sie da!

Frauengesundheit Hattersheim

 

Dr. med. Sabine Vescia 

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe


Schulstr. 43a
65795 Hattersheim am Main

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Ersttrimesterscreening (11+0 SSW - 13+6 SSW)



Das sogenannte Ersttrimenon- oder Ersttrimesterscreening (eine Untersuchung im ersten Schwangerschaftsdrittel) dient zur Ermittlung des individuellen Risikos für das Vorliegen von Chromosomenveränderungen wie zum Beispiel dem Down-Syndrom.

Einflussgrößen sind: das Alter der Mutter, die Größe der mittels Ultraschall bestimmten Nackenfalte des Babys und die Blutwerte ß-HCG und PAPP-A.

 

Die Untersuchung kann zwischen der 12. Und 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. Die Ergebnisse der Blutuntersuchung und die gewonnenen Ultraschalldaten werden unter Berücksichtigung des jeweils gegebenen "Altersrisikos" zu einem "Gesamtrisiko" verrechnet. Da dieses Ergebnis sehr bald vorliegt, können im Zweifel noch weitere Untersuchungen wie die Amniozentese oder die Chorionzottenbiopsie sowie detallierte Blutuntersuchungen durchgeführt werden. Hierfür arbeiten wir eng mit den entsprechenden Spezialisten zusammen.

 

Was bedeutet "Altersrisiko"?

Das Risiko für ein Kind mit Down Syndrom steht grundsätzlich in Abhängigkeit zum Alter der werdenden Mutter. 

Dabei ist das Risiko für eine Anomalie am Anfang einer Schwangerschaft (hier im Beispiel in der 12. SSW) noch höher als beispielsweise zum späteren Zeitpunkt der Geburt, da es in Fällen von Anomalien oft schon vorher zu einem natürlichen Abbruch der Schwangerschaft (Fehlgeburt) kommt. Ab dem 35. Lebensjahr der Schwangeren steigt das Risiko stark an.

 

Nackenfaltenmessung (Nackentransparenz, NT, NTD)

Bei der Ultraschalluntersuchung wird u.a. die Nackentransparenz (NT) untersucht bzw. gemessen. Sie ist ein dunkler Bereich (Flüssigkeit) im Nackenbereich des Kindes. Die Nackenfalte ist etwas vollkommen Normales und kann bei den meisten Kindern im Ultraschall in einem bestimmten Entwicklungsstadium dargestellt werden. Je nach Größe der Nackenfalte, ist das Risiko für eine chromosomale Anomalie oder andere Erkrankungen des Kindes erhöht oder erniedrigt.

Ganz wichtig: Fast alle Kinder, bei denen eine vergrößerte Nackenfalte festgestellt wird, haben trotz allem keine Chromosomenveränderung! Es ist eher so: In der Gruppe von Kindern mit vergrößerter Nackenfalte findet man lediglich relativ mehr Kinder mit Chromosomenstörungen als in der Gruppe mit einer durchschnittlichen Nackenfaltendicke.

 

Blutuntersuchung (Biochemie, biochemisches Screening)

Bei einer Blutuntersuchung im 1. Schwangerschaftsdrittel kann das schwangerschaftsspezifische Eiweiß, das PAPP-A (Pregnancy Associated Plasma Protein A) sowie die freie ß-Untereinheit des HCG (Human Choriongonadotropin - Schwangerschaftshormon) gemessen werden. Die Auswertung ist möglich zwischen der 11+0 und 13+6 SSW. PAPP-A ist in Schwangerschaften mit Down-Syndrom signifikant erniedrigt, freies ß-HCG erhöht. Die Erkennungsrate für Trisomie 21 mittels dieser Blutuntersuchung allein, also PAPP-A + freies ß-HCG ohne Ultraschall, liegt derzeit bei rund 65%.

Erfolgt die Bestimmung des freien ß-HCG (Human Chorionic Gonadotropin) und des PAPP-A (Pregnancy Associated Plasma Protein A) im Rahmen des Ersttrimesterscreenings, also unter Einbeziehung der Daten aus dem Ultraschall und des "Altersrisikos" der werdenden Mutter, liegt die Erkennungsrate um 90%.

 

Die richtige Interpretation

Bitte beachten Sie: Das Konzept des Ersttrimesterscreenings ist nur eine statistische Risikoberechnung - jedoch liegt die Erkennungsrate bei bis zu 90%. Eine 100%ige Sicherheit kann diese Untersuchungsreihe nicht bieten. Des Weiteren sollten Sie sich klar machen, was ein Risiko von beispielsweise 1:445 bedeutet: 1 von 445 Kindern hat eine entsprechende Chromosomenstörung. 444 Kinder sind völlig gesund!

 

 

Die Krankenkassen übernehmen diese Untersuchung bisher leider noch nicht, wir informieren Sie gerne persönlich über die anfallenden Kosten und stehen für Fragen gerne jederzeit zu Verfügung.

 

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